Weil nie alles immer was wird

Weil nie alles immer was wird- Das Brustkrebsstück

Das ist unser neuestes Baby, das Stück, das gerade entsteht, initiiert von Sabine Dorner, Marianne Hink und Marion Scholz und es ist ein Abenteuer in jeder Hinsicht, denn…

…Brustkrebs und Clownerie – geht das? -Wie kommt es überhaupt zu dieser irrwitzigen Idee?

Da gibt es drei Clownfrauen Sabine Dorner, Marianne Hink, Marion Scholz. Wir kennen uns schon lange aus dem Umfeld des Clowntheaters Olé in Wien und irgendwann kam heraus, dass wir alle drei eine Brustkrebserkrankung hinter uns gebracht haben. Und weil wir erfahrene Clowninnen (teilweise auch Cliniclowns) sind und überzeugt sind, dass auch und vor allem dieses Thema in einem Clowntheater bearbeitet werden kann und soll, startete dieses verrückte Abenteuer.

 Was steckt dahinter?

Das Stück thematisiert den Wunsch der Betroffenen nach Selbstermächtigung – trotz und mit Diagnose Brustkrebs. Es spielt mit dem Gefühlschaos von Überforderung, Verwirrung, Angst, Wut oder Taubheit, die mit so einer Diagnose einhergehen kann. Einerseits ist man als Brustkrebspatientin im Spital automatisch in einer passiven Rolle, es herrscht Effizienz, es ist wichtig, unkompliziert zu sein, den Betrieb nicht aufzuhalten, andere sagen, was für dich gut ist. Andererseits bekommen Menschen mit dieser Diagnose von der Gesellschaft sehr viele Ratschläge auf dem Weg. Hauptsächlich geht es darum, tapfer zu sein und still sein Leid zu ertragen. Wenn es das Thema überhaupt in die Kultur schafft, wird es eigenartig weichgezeichnet und romantisiert. Außerdem gibt es viele Klischees, wie man mit Krebskranken umzugehen hat, wie Krebskranke sind. Die Betroffenen empfinden teils Schuld oder Scham, haben das Gefühl, sie machen etwas falsch oder das, was sie empfinden ist falsch. Die Angst über dieses Thema zu reden ist weit verbreitet. Das Stück soll diese Denkmuster in Bewegung bringen, in Frage stellen.

 Humor – Darf man das?

Der größte Tabubruch ist wahrscheinlich, dass der Humor nicht ausgespart wird. Es gibt ein unausgesprochenes Verbot, diese beiden Dinge zusammenzubringen. Es gilt als pietätslos. Und genau deshalb will unser Stück sich darüber hinwegsetzen. Als Clowns wissen wir: Humor ist eine Überlebensstrategie. Ein Clown ist ein Mensch ohne Schutzmechanismen, er ist der verletzlichste Teil von uns. Clowns fühlen im gesamten Gefühlsspektrum. Sie können nicht anders. Aber Clowns sind auch Meister:innen der Hoffnung. Die Figuren im Stück fürchten sich, regen sich auf, träumen, fühlen sich gelähmt oder sind verzweifelt, sie versuchen die auferzwungene Passivität abzuschütteln und sie scheitern immer wieder. Damit haben sie als Clowns ja Erfahrung. Aber trotzdem gibt es einen immer aufkeimenden unerschütterlichen Funken Hoffnung und es hilft ihnen auch zunehmend zu sehen, dass sie nicht allein sind, dass sie einander unterstützen können.

 Was wollen wir?

Das Stück will das Schweigen brechen, es will zum Nachdenken, aber vor allem zum Gespräch einladen, es will sensibilisieren und ermutigen. Es will eine Geschichte erzählen, die gut ausgeht, weil so etwas eben auch passieren kann. Das Stück will nicht belehren, auf keinen Fall Ratschläge geben oder sich positionieren, was Richtig und Falsch ist.

Community

Ganz wichtig in der Stückentwicklung ist uns das Gespräch und das Feedback von Brustkrebsbetroffenen.

Wann geht es los?

Premiere ist am 18. März 2027 im Theater Olé, in der Barmherzigengasse 18, 1030 Wien. Folgevorstellungen sind 19.3.2027 und 10.4.2027. Leider wurde unser Förderansuchen abgelehnt, aber wir lassen uns nicht unterkriegen und starten in Bälde unser Crowdfunding und hoffen, dass uns viele unterstützen werden. Stay tuned!!!